Die Rhythmusformen des Frühlings

In gutem Quellwasser und reinem Grundwasser befinden sich, für die Augen unsichtbar, die jahreszeitlichen Klimakräfte. Sie werden nach Frühjahr und Herbst unterschieden. Wenn wir Wasser in der Schüttelflasche rhythmisieren, verstärken sich diese Kräfte. Voraussetzung hierfür ist, dass wir die richtigen Bewegungsformen anwenden. Manche dieser Kreisbewegungen kennen wir aus der Eurythmie. Ursprünglich sind sie jedoch dem Wasser selbst abgelauscht, z.B. dem natürlichen Bach, der sich durch das ursprünglich belassene Tal schlängelt.

Der Naturbach

Das Bild der walzenförmigen Umstülpung zweier Strömungen bestimmen die Bewegung in einem natürlichen Bachlauf. Das Ergebnis ist eine sich talwärts fortbewegende Lemniskate (8-Form). Das griechische Wort bedeutet wörtlich übersetzt „Schleife“. Sie findet in jedem naturbelassenen Fließgewässer ihren Ausdruck in der Form einer zweigeteilten Strömung mit zwei Schraubenbewegungen. Was außen liegt, wechselt in den inneren Bereich und umgekehrt wendet sich das Innere zum Äußeren. Es ist dies eine Dynamik des Lebendigen, wie sie während des Frühlings der aufstrebenden Natur eigen ist.

Der natürliche Bachlauf ist eine sich talwärts fortbewegende Lemniskate

So geht’s: Stelle die Füße und Beine schulterbreit auf. Nehme die Flasche waagerecht in die Hände und bewege sie in der Lemniskatenform zwischen rechts und links und von links nach rechts. Die wechselnde Richtung macht es erforderlich, dass wir oben und unten im Gleichgewicht bleiben. Die Mitte sollte genau im Schnittpunkt zwischen rechts und links sowie zwischen oben und unten sein. Die Bewegung sollte auch in umgekehrter Richtung ausgeführt werden, damit sich das Bewusstsein vom Lebendigen in uns nach zwei Seiten hin vollzieht. Durch die Umkehrung der Richtung erzeugt man bewusst das Schema einer inversen, sich gegenseitig stützenden Organik.

Schulterbreiter Stand